Lesen Sie eigentlich gerne Kolumnen? Das würde mich mal interessieren und Sie können mir auch gerne eine Mail dazuschreiben, so entsteht dann ein Dialog. Im Sommer bietet es sich geradezu an, so ein kleines Sommerfest zu feiern. Deshalb gibt es auch am Donnerstag, 16. Juli, von17 bis 19 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr nach den WM-Spielen wohlgemerkt, so ein kleines Sommerfestle, einen lauschigen Sommerabend mit Autoren, wie Marion Stieglitz, Elmar Langenbacher und Anna Carlé, die tolle Urlaubslektüre mitbringen. Da habe ich gerade heute Morgen wieder in einer Kolumne von Dietrich Mack im OT gelesen, dass ihm eine Leserin folgenden Tipp gegeben hatte, zum Urlaub natürlich: „Der Urlaub ist dazu da, dass man sich wieder auf den Alltag freut!“ Ich war ja schon im Urlaub, allerdings habe ich vor, auch noch im Herbst mir einen Kurz-Urlaub zu gönnen. Aber wohin weiß ich noch nicht. Einfach fremde Länder erforschen, ist diesmal angesagt. Über den Urlaub habe ich schon geschrieben. Nun zu den Kolumnen zurück. Im Spiegel gibt es auch einige Journalisten, die Kolumnen schreiben. Das ist gar nicht so einfach, man will ja auch eine Message rüberbringen, auch mal was Persönliches loswerden und einfach eben nur unterhalten.
Als ich heute Morgen meinen Kaffee und mein „Schleckslebrot“ gegessen habe, fiel mir eigentlich ein schönes Thema ein, aber vor lauter „Feiern“ ist es mir wieder entfallen. Geht es Ihnen auch manchmal so? Eine Idee ist geboren und dann wieder verloren… Und manche Ideen mit Aufträgen verbunden, hängen so ziemlich lange im Gedächtnis, die gehen einfach nicht weg, die klopfen immer wieder an. Mir geht es immer so, wenn Aufräumen angesagt ist. Gestern habe ich mein Arbeitszimmer mal wieder von unwichtigem Papierkram entleert, das war nötig. Ich bin nämlich eine Sammlerin, alles was mir wichtig erscheint, eben im Augenblick, wird aufgehoben. Da ging es gestern ans Aufräumen, denn das lag mir auch ständig in den Ohren und im Gedächtnis – Aufräumen! Das Zimmer ist auch voll von Büchern, Bücher, die ich zum Schreiben brauche, Bücher, über die ich schon Lesungen und Vorträge gemacht habe oder machen werde, die kriegen einen Extra-Platz. Dann gibt es die Mundart noch, diese Bücher sind auf der linken Seite von der Couch aufgebahrt, auf der rechten aber auch noch welche und vor allem die Bücher über Offenburg, die sind auch verteilt, was manchmal etwas schwierig ist, sie wieder zu finden. Eigentlich bräuchte ich eine Assistentin oder einen Assistenten. Aber wo hinsetzen, wenn ich schon den Platz am Schreibtisch benötige. Daneben habe ich einen schönen kleinen runden Tisch, auf dem stapeln sich auch wieder wichtige Infos, die unwichtigen habe ich gestern entsorgt. Und dabei fiel mir wieder ein Buch in die Hände über „Poeten Maler Petticoats“ von Rainer Braxmaier und ich habe das Aufräumen einfach vergessen und darin geblättert. Es wurde Hubert Burda zum 65. Geburtstag geschenkt, ist also mehr als 20 Jahre her. Es ging um seine frühe Jugend, um Freunde und Weggefährten, die auch zu Wort kamen und um sein Lebenswerk und seine Bilder. Und um Emilio Brischle, den Mentor der Jugendlichen und „Molerfreund“. Ihm ist auch ein Portrait gewidmet. Beim Überlegen, welches Bild ich eigentlich zu Feste feiern bringen könnte, habe ich mich dann an das Bild von Emilio Brischle erinnert, das auch bei der kommenden Finissage am 18. Juni, 16 bis 19 Uhr, vorgestellt wird. Schön, dass ich dieses besondere Buch wieder gefunden habe, wer es mir geschenkt hat, weiß ich gar nicht mehr, denn darin kam meine Freundin und Kollegin Hanne Selzer, die schon verstorben ist, auch noch zu Wort – man muss einfach nur mal Aufräumen und die Erinnerungen kommen wieder. Das ist meine Message und sich dabei auch noch Ablenken lassen! Bis zum nächsten Mal. Ich werde künftig mehr Kolumnen schreiben und schreiben Sie mir doch auch mal, was Ihnen gerade so einfällt oder worüber Sie sich besonders ärgern.
Herzlichst ihre Ursula Hass