Fessenbacher Buchlädele & Büchercafé
Am Winzerkeller 5 (UG/Garage)77654 Offenburg-Fessenbach
Öffnungszeiten
jeden 1. Mittwoch im Monat von 15 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung, und einmal an einem Donnerstag im Monat von 17 bis 19 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr.
Die genauen Zeiten entnehmen Sie bitte dem Terminkalender und unter Aktuelles/Presse.
Wieder zu Gast im Buchlädele ist Jane Simon, die Gründerin und Vorsitzende der Internationalen Christlichen Bildungs- und Sozialen Initiative für Sinti und Roma. Bereits im August 2025 hat sie mit ihrer „Romanes Hymne“ und ihrer wunderbaren Stimme die ZuhörerInnen in ihren Bann gezogen. Das Lied handelt von der Wanderung der Roma durch das ganze Land und ist sehr berührend, denn mit ihrer Wanderung wollten die Roma auch die Leute glücklich machen. In Berichten und Zeugnissen über die Ermordung der Sinti und Roma wird Jane Simon berichten. Eine Ergänzung zu den Berichten stellt Ursula Hass mit einer Lesung aus dem Buch von Elisabeth Walter her, das im Jahr 1930 herausgekommen ist und über die abenteuerliche Reise vom Schmiedledick aus dem Murgtal berichtet. Elisabeth Walter wurde im Jahr 1897 in Kippenheimweiler geboren und war Lehrerin in vielen badischen Städten und insbesondere sind daher auch Straßen und Schulen in verschiedenen Städten, wo sie gewirkt hat, nach ihr benannt worden. Mit ihrem musikalischen Talent und als Artisten sind Sinti und Roma schon seit dem Mittelalter aufgetreten. Auch in der Nazi-Diktatur gab es eine „Zigeunerkapelle“, die bis zum Schluss im Konzentrationslager in Birkenau zu hören war. Die Geschichte ihrer Familie aber auch von anderen wird daher im Mittelpunkt stehen. Auch Elisabeth Walter war in der Nazizeit Diskriminierungen ausgesetzt. Gestorben ist sie 1956 in Konstanz. Der 21. März wurde laut der UN-Generalversammlung zum Internationalen Tag des Rassismus ernannt. Dorothee Engelhard wird die Veranstaltung musikalisch mit eigenen Liedern begleiten.
Beide Autoren waren bereits schon mit einer Lesung zu Gast im Buchlädele. Aber gemeinsam sind beide, die sich auch der japanischen Haiku-Literaturform und -kunst widmen, noch nicht aufgetreten. Zusammengebracht hat sie die Autorin Ursula Hass, die nun gemeinsam in einer Lesung ihre neuen Bücher präsentieren, in denen sie auch ihre „Haikus“ zu Wort kommen lassen. „Das klassische Haiku“ lebt von der Natur und der Überraschung“, informiert Wendelinus Wurth, der natürlich vor allem auch für seine alemannischen „Wortspiele“ und Bücher bekannt ist. Mit ihm können die ZuhörerInnen und LeserInnen „sinneswandere“, wie er schon mal bekannt gibt und als „Haijin“ ist er alleine unterwegs und nimmt die Natur auf seine Weise und in seinen Haikus wahr. Bei Klaus Krüger, Autor und Journalist, ist es das erste Buch mit Haikus, wie der betont, aber insgesamt hat er schon 17 Bücher in verschiedenen Genres geschrieben und herausgebracht. „Wer sich mit Haikus beschäftigt, merkt bald, dass sich die japanische Literaturform der Haikus nicht 1:1 in unseren Kulturkreis übertragen lässt“, trägt Klaus Krüger vor. Man darf also gespannt sein, was die beiden Autoren in ihren Haikus den ZuhörerInnen vorstellen, wobei das Buch von Wurth auch einen spannenden Titel „krumm un bucklig“ trägt. Die Veranstaltung wird mit Tourismus Ortenau durchgeführt. Der Eintritt kostet 10 Euro. Im Eintrittspreis sind auch Secco und Salziges enthalten. Um Anmeldung wird gebeten.
Noch eine Anmerkung zu den Haikus: Ein Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die weltweit für ihre Kürze und Präzision bekannt ist. Es gilt als die kürzeste Lyrikform der Welt. Das Ziel eines Haikus ist es, einen flüchtigen Augenblick oder eine Sinneswahrnehmung (oft aus der Natur) so einzufangen, dass beim Leser ein tiefes Bild oder Gefühl entsteht. Genießen Sie die Haikus mit Klaus Krüger und Wendelinus Wurth bei einem unterhaltsamen Abend, auch mit Mundart, und den Haikus.
Zwei bis dreimal im Jahr ist eine Sonderausstellung in der Galerie und den Räumlichkeiten des Fessenbacher Buchlädeles vorgesehen. Die Sonderausstellung „Zwischen Schwarzwald und Vogesen“ lädt zu neuen Ansichten ein. Geplant ist die Neueröffnung der Galerie mit neuen Werken. Es werden Offenburger Maler, wie Rainer Spraul und Fritz Langendorf vorgestellt. Der Eintritt ist frei.