Hitze, Hitze, Hitzefrei – das gibt es leider nicht für Berufstätige

Kolumne von Ursula S. Hass

Wenn im Klassenzimmer in früheren Jahren 25 Grad angezeigt wurden, dann gab es das bekannte Hitzefrei. Da stöhnten wir Schüler schon beim 25 Grad. Während meiner Berufstätigkeit für die Messe Offenburg hatten wir immer im Monat Juli die eurocheval, eine Pferdemesse mit Open-Air-Charakter. Vor allem wenn es drückend schwül war, war es auch für die Pferde in den Hallen und im Freien unerträglich. Da half einfach nur der Wasserschlauch, der Abkühlung brachte. Ich erinnere mich an eine eurocheval, da waren es im Jahr 2006 oder 2008 34 Grad. Besucher strömten in die Hallen und auf die Tribünen, die extra auch für die Topschauen und die Gala-Schau angeschafft wurden und überdacht waren, damit die Leute nicht in der „brütenden Hitze“ sitzen und schwitzen mussten. Und jetzt haben wir 38, 39 und sogar 40 Grad. Also wer immer noch den Klimawandel wegreden will oder nichts davon wissen will, der spürt es jetzt am eigenen Leib, dass die Sommermonate heißer und trockener werden. Gestern war ich im Schwarzwald, da siehst du fast keine grünen Wiesen mehr, alles gelb und von der Hitze verbrannt. Nur die Tannen tragen noch ihr grünes Kleid. Aber auch die Bäume in den Straßen verlieren schon ihre Blätter, obwohl der Herbst noch nicht da ist.
„Wann wird es mal wieder richtig Sommer?“ – dieses Lied sang vor einigen Jahren Rudi Carell – ein Sommer wie er früher einmal war… jetzt haben wir den Sommer und wünschen uns schon mal auch Regentage wie in einem anderen Lied „am Tag als der Regen kam!“ Ja, jeden Tag ist Blumengießen angesagt und auch die Schmetterlinge und Insekten danken es uns wenn wir mal so einen kleinen Regenschauer per Schlauch imitieren.
Der Sommer darf schon heiß sein, es ist ja auch Eiszeit, aber nachts muss es abkühlen, das ist auch für die Pflanzen gut. Dann freuen wir uns auch über den Sommer und auf die schöne Ferienzeit!