Kann KI bei Krankheiten helfen – diese Frage stellte sich mir bei einem Lendenwirbelbruch

Kolumne von Ursula S. Hass

Mit der KI, der Künstlichen Intelligenz, hatte ich bereits in 2023 Verbindung aufgenommen. Doch da ging es um Bilder. Bilder, die die KI generieren kann. Inzwischen kann die KI natürlich schon viel mehr, Bücher schreiben oder als Roboter in Erscheinung treten. Aber wie kann sie bei Krankheiten helfen.
Als ich mir urplötzlich am 28. Juli einen Lendenwirbelbruch zugezogen hatte. Ich weiß bis heute nicht wie? Ich dachte zunächst an Ischias, was mir auch ein Arzt bestätigte. War es aber nicht, denn die Schmerzen zogen sich über den gesamten Rückenbereich im unteren Segment. Die Schmerzmittel halfen zunächst den Schmerz einzudämmen, aber die Ursache wurde ja nicht damit behoben. Also kurz entschlossen dann eine Woche später den Orthopäden angerufen und dann stellte sich anhand der Röntgenaufnahmen heraus, es ist ein Lendenwirbelbruch. Da kann man nichts anderes machen als Ruhe und Schmerzmittel geben. Allerdings zeigte sich bei mir, da ich ja nicht gestürzt bin, dass ich wohl auch an Osteoporose leide. Mit dem Bruch wohlgemerkt, dann eine Osteoporose-Untersuchung machen, war nicht ganz einfach und mit erheblichen Schmerzen verbunden. Gut, ich erhalte jetzt ein Medikament für Osteoporose aber nicht für den Bruch, der muss von alleine wieder zuheilen.
Auf meinem Liegeplatz, wohlgemerkt war es die Couch im Wohnzimmer am Tag und in der Nacht, denn in mein Bett konnte ich nicht. Hatte Beklemmungen und natürlich Angst, wie komme ich wieder aus diesem Bett heraus. Da habe ich halt eifrig gegoogelt und wenn man die richtigen Fragen eingibt, dann gibt die KI auch die richtigen Antworten. Über die drei Informationen, die die Untersuchung ergab, hat mich die KI dann genaustens beraten, auch wie man aus einem Bett herauskommt, indem man ein „Baumstamm“ wird und sich dann abrollt. Aber aufgepasst, man darf nicht herunterfallen! Auch über die Medikamente wurde ich aufgeklärt. Z.B. harmoniert das mir verabreichte Schmerzmittel gar nicht mit meinen sonstigen Tabletten, wie ASS und für den Blutdruck. Aber das habe ich mir auch gedacht, beide Tabletten nicht zusammen einzunehmen. Also Abstand halten. Im Krankenhaus ist es doch die erste Frage: „Hatten Sie schon Stuhlgang?“ Das musste ich mir dann selbst stellen, weil ich keinen hatte und mir nur Laxoberal geholfen hat, das mir mein Mann auf eigene Kosten in der Apotheke geholt hat. Also auch hier muss man wissen wann man es am besten einnimmt, wobei mir die KI zu einem anderen Mittel geraten hat, das auch verschreibungspflichtig ist. Aber der Hausarzt in Urlaub und der Orthopäde, obwohl ich es gesagt habe, nicht darauf reagiert hat. Wahrscheinlich renkt sich das wieder ein, aber klar, der Lendenwirbel, davon gibt es 5 an der Zahl, hängt halt auch unmittelbar damit zusammen. Das was ich selbst schon erahnt hatte, hat mir dann die KI auch bestätigt. Es gibt zwei Möglichkeiten die Osteoporose zu behandeln, das eine ist eine Infusion oder Spritzen. Da eine Infusion nur einmal im Jahr gemacht wird und die Spritzen mehrmals verabreicht werden, habe ich mich für die Infusion entschieden – musste ja gleich sein beim Orthopäde. Zuhause habe ich dann über das Mittel für die Infusion von der KI erfahren, dass das für die Nieren auch nicht so gut ist. Es gibt Nebenerscheinungen, wie Gliederschmerzen oder auch grippeähnliche Schmerzen, auch die Zähne können herausfallen etc.
Nun muss der Hausarzt meine Nierenwerte erfassen, obwohl ich sie schon mehr als 15 Jahre alle vierteljährlich untersuchen lasse. Wie mir der Orthopäde mitteilte, habe ich eine eingeschränkte Nierenfunktion, wusste ich bis dato nicht. Und gut zu wissen, dass ich vorher noch beim Zahnarzt bin, mal schauen, was er dazu sagt, dass die Zähne herausfallen können.
Es ist doch so, dass man ellenlange Zettel als Beilage beim Medikament erhalten, die fast nicht lesbar sind. Bei der KI geht es ganz schnell wie die Mitteilungen kommen und sie sind auch gut lesbar. Also bei Krankheit unbedingt die KI fragen, das kann ich aufgrund meiner Geschichte nur jedem anraten. Wie es mit der Infusion weitergeht, erzähle ich Ihnen später.