Fünf Starke Frauen stehen für Demokratie, Gleichheit, Freiheit und Frauenrechte – Amalie Struve, Emma Herwegh, Hope Bridge Adams Lehmann, Jane Goodall und Dian Fossey am Donnerstag, 25. Juni 2026, 17 bis 19 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr

Die „Starken Frauen“ stehen schon immer im Fokus des Fessenbacher Buchlädeles. In diesem Jahr gilt die Veranstaltung gleich fünf starken Frauen, die sich für die Rechte der Frauen und der Demokratie eingesetzt haben, wie Amalie Struve, Emma Herwegh und Hope Bridge Adams Lehmann. Dazu gesellen sich nun noch die beiden Primaten- und Verhaltensforscherinnen Dian Fossey und Jane Goodall, wobei letztere sich in den letzten Jahrzehnten auch als Umweltaktivistin einen Namen gemacht hatte. Elisabeth Herrscher wird die drei Frauen, Struve, Herwegh und Adams Lehmann vorstellen, Ursula Hass Goodall und Fossey. Amalie Struve, 1824 in Mannheim geboren, 1862 in New York verstorben, war eine radikaldemokratische deutsche Revolutionärin und Schriftstellerin, die ihren Mann Gustav Struve, den sie 1845 ehelichte, nach Kräften bei den Demokratiebewegungen und der Badischen Revolution von 1847/48 und 1849 tatkräftig unterstützte. Emma Herwegh, 1827 geboren und 1904 verstorben, war in einem begüterten Elternhaus in Berlin aufgewachsen. Sie war auch von der polnischen Freiheitsbewegung fasziniert und heiratete den Stuttgarter Dichter Georg Herwegh 1841, dessen Schriften und Gedichte sie stark berührten. Die Französische Revolution schwapp auch nach Baden über und so unterstützte das Paar die Badische Revolution und kam mehrmals nach Baden. Sie kannte Karl und Jenny Marx und Frank Wedekind. Hope Bridge Adams Lehmann, die 1855 in Haliford in England geboren wurde, war die erste Ärztin, die 1880 in München ihr Medizinstudium abschloss. Nach dem Tod des Vaters ließen sich Mutter und Tochter in Dresden nieder und 1876/77 war sie daher auch Gasthörerin an der Uni Leipzig. Frauen waren damals nicht zugelassen zum Medizinstudium, sondern nur Gasthörerinnen. Sie kannte auch Clara Zetkin und August Bebel. 1881 wurde ihr in Dublin die britische Approbation erteilt. Im Juli 1881 zog sie nach Frankfurt und lernte dort ihren Kommilitonen Otto Walther kennen, sie heirateten und eröffneten eine gemeinsame Praxis 1886. Durch die Tuberkulosekrankheit von Hope eröffneten sie 1891 ein modernes Lungensanatorium in Nordrach, das sie gemeinsam führten. Dort lernte Hope später Carl Lehmann kennen und lieben und nachdem sie 1895 geschieden wurde, eröffneten sie eine gemeinsame Praxis in München. Als aktive Sozialdemokratin und Friedensaktivistin setzte sie sich engagiert für die Gleichberechtigung der Frauen ein. Das Leben der beiden Primatenforscherinnen, Jane Goodall und Dian Fossey verlief etwas anders, denn sie wurden im afrikanischen Dschungel und Regenwald aktiv und setzten sich zum Schutz für die Schimpansen und Berggorillas ein. Doch es war mehr als spannend und ereignisreich, denn die beiden Verhaltensforscherinnen, vor allem Dian Fossey, mussten in der Wildnis nicht nur um das Leben der Berggorillas kämpfen und bangen,l auch ihr Leben war ständigin Gefahr, wobei sie daran nicht ganz unschuldig war. Denn der Schutz ihrer Schützlingfe lagihr so sehr am Herzen, dass sie das leben der Bewohner in ihrer Umgebung vernachlässigte und so manche Kuh musste dabei auch ihr Leben lassen. Beide Forscherinnen wurden von Louis Leakey, einem britisch-stämmigen kenianischen Paläontologen entdeckt und gefördert. Dian Fossey musste allerdings am 27. Dezember 1985 ihr Leben lassen. Ein leben, das sie den Berggorillas 18 lange Jahre gewidmet hat. Die Geschichte der fünf Frauen, die sich für Geschlechtergleichheit, Freiheit und Demokratie eingesetzt haben, wird spannend, interessant und abwechslungsreich werden. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten. Weiter Infos auch unter Aktuelles.