Marie Geck und Rosa Luxemburg – zwei Frauenschicksale – in Freundschaft verbunden am Mittwoch, 5. März von 15 bis 17.00 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr

Marie Geck und Rosa Luxemburg – zwei Frauenschicksale – in Freundschaft verbunden am Mittwoch, 5. März von 15 bis 17.00 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr

Auch am Aschermittwoch hat das Buchlädele geöffnet. Diesmal stehen zwei Frauenschicksale des 19./20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Marie Geck, die Frau des SPD-Reichtagsabgeordneten und Journalisten, Adolf Geck, 1865 geboren, war mit namhaften politischen Persönlichkeiten wie Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und August Bebel eng befreundet und von ihr stammt auch das Zitat: „Da sind wir Weiber doch andere Männer!“ Das Buch über Marie Geck, das von der Frauengeschichts-Werkstatt herausgebracht wurde und im Buchlädele präsentiert wird, wurde deshalb ausgewählt, da sie gut befreundet mit Rosa Luxemburg war, über deren Leben und Schicksal die Autorin Ursula Hass eine Geschichte geschrieben hat. Außerdem jährt sich am 5. März auch zum 154. Mal der Geburtstag von Rosa Luxemburg. Geboren wurde sie 1871, also nur sechs Jahre später als Marie Geck. Aus dem Buch über Marie Geck werden besonders die Kapitel vorgestellt, die auch Rosa Luxemburg betreffen, aber auch insgesamt das Leben von Marie Geck beleuchten. Nach schweren Schicksalsschlägen, Tod des ersten Mannes und der Kinder, heiratete sie zum zweiten Mal, den ihr schon lange bekannten Adolf Geck, einen Freund ihrer Famile. Marie Geck, die auch als Armenrätin in Offenburg gewirkt hat, war mit Rosa Luxemburg eng befreundet. Besuche von Rosa Luxemburg im Offenburger Häusle waren stets willkommen, hat sie Marie Geck und die Familie auch gerne unterstützt und Marie Geck aufgefordert, literarisch tätig zu sein. Rosa Luxemburg war wohl die belesenste Person des 19./20. Jahrhunderts, sie sprach mehrere Sprachen und wird als Kämpferin des Proletariats und der Freiheit, als eine ungemein starke Persönlichkeit, beschrieben. Marie Geck und Rosa Lucemburg unterhielten eine Frauen-Freundschaft, die trotz der Unterschiede ihrer Charaktere und ihres Lebens, bemerkenswert war. Mit dieser Lesung wird an beide Frauen erinnert, wobei Marie Geck in Offenburg sehr viel bewirkt hat und sie nun auch eine besondere Würdigung mit ihrem Wandbild an einem Haus an der Kloster-/Ecke Langestraße erfahren hat. Der Eintritt ist frei.